Das Ehrenamt für mich: Gedanken eines Praktikanten
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„Ich will, aber ich kann nicht!“, „Habe ich dafür überhaupt die Zeit?“, „Was passt denn zu mir?“ – Das sind Gedanken, die mir zum Ehrenamt oft durch den Kopf gingen und mich zweifeln ließen, ob ich mich überhaupt neben meiner Arbeit ehrenamtlich betätigen könne. Eine erfreuliche Nachricht vorab: „Ja ich kann, will und werde mich engagieren“.

Im Rahmen meines dualen Studiums bei der Bundesagentur für Arbeit durfte ich ein zweiwöchiges Praktikum bei den Sternenfischern absolvieren. Vor meinem Praktikum war mir gar nicht so bewusst, was Ehrenamt überhaupt bedeutet und wo man es in unserer Gesellschaft findet. Für mich war Ehrenamt lange Zeit etwas das, nur in ganz bestimmten Bereichen ausgeübt wird, wofür man sich langfristig verpflichten muss und wofür die Anerkennung leider klein ausfällt. Daher kam es mir nie in den Sinn, dass sich einer aus meiner Familie je ehrenamtlich engagiert hatte. Falsch gedacht! Jetzt weiß ich, dass sie es taten, sogar im größten Bereich Deutschlands: Sport. Im kleinen Fußballverein „Die Neuendörfer Füchse“ halfen sie mit bei der Organisation und Umsetzung von Turnieren und engagierten sich auch in unserer Nachbarschaft, in welcher man sich gegenseitig unterstützte.

Durch mein Praktikum hier bei den Sternenfischern habe ich tolle neue Eindrücke gewinnen können was es heißt, sich freiwillig für andere zu engagieren. So viele Institutionen und Einzelpersonen sind mit Herzblut dabei, sich für den Bezirk Treptow-Köpenick einzusetzen und somit das Ehrenamt weiter voranzubringen. Ich bin begeistert vom Netzwerk, welches hier aufgebaut wurde und habe erkannt, wie sehr man dadurch voneinander profitieren kann. Und was ich lernen durfte: Engagement fängt schon klein an und wird trotzdem von anderen wertgeschätzt. Sei es, dass man sich spontan für den Blumendienst eines Vereins meldet, man bei einer eintägigen Veranstaltung mithilft oder Flyer für eine gute Sache verteilt. Auch das ist Ehrenamt und das braucht es auch, damit unser Bezirk vielfältiger und noch lebenswerter wird. Eine Organisation wie die Sternenfischer ist dabei natürlich für alle Beteiligten von Nutzen, um den Findungsprozess zwischen Ehrenamt und Interessierten zu erleichtern.

Daraus kann ich für mich folgendes Fazit aus diesen zwei Wochen ziehen: Ich finde es beeindruckend, was hier in Treptow-Köpenick geleistet wird und ich zolle jedem und jeder Respekt, der/die sich bereits ehrenamtlich engagiert oder sich dafür einsetzt, dass das Ehrenamt die Anerkennung erhält, die es verdient. Und auch ich möchte nun Teil von dieser Gemeinschaft werden! Daher freue ich mich zusammen mit den Sternenfischern herauszufinden, welches Ehrenamt zu meinen Interessen und Fähigkeiten passt und ich die Gesellschaft damit bereichern kann. Ich kann mir gut vorstellen, mit Kindern und Jugendlichen zusammen zu arbeiten und diese beispielsweise bei Schulaufgaben zu unterstützen. Vielleicht kann ich ja dann eines Tages in diesem Blog wieder berichten wie es bei mir lief.

Autor: Jonas Hübner (April 2023)

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