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Ludwig (22) aus Friedrichshagen engagiert sich für gesunde Ernährung

„Gesunde Ernährung ist schon lange ein wichtiges Thema für mich. Gutes pflanzliches Essen ist ein entscheidender Beitrag für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise. Jede*r kann da jeden Tag etwas bewirken. Ich koche mit regionalen Zutaten, lebe seit 2018 vegan und versuche, Lebensmittel wirklich wertzuschätzen. Bei mir kommt nichts weg! Man kann fast alles noch verwerten.
In der Schule war das kaum ein Thema, das finde ich falsch. Ich setze mich dafür ein, möglichst viele Menschen für gesunde, gute Ernährung zu begeistern. Im vergangenen halben Jahr war ich Bundesfreiwilliger beim TJP e. V. (Technischer Jugendbildungsverein in Praxis). Da habe ich bei verschiedenen Aktionen rund ums Kochen und Nachhaltigkeit mitgearbeitet.  Wir haben zum Beispiel mit Schulklassen gekocht und gezeigt, wie man Lebensmittel haltbar macht. Aus nicht mehr ganz so frischem Obst kann man prima Marmelade oder Chutneys kochen.

Lebensmittel-Punkte

Berlin hat im Juni 2020 die Berliner Ernährungsstrategie beschlossen. Das Ziel ist ein regionales, nachhaltiges Ernährungssystem. Und ein wichtiger Baustein dafür sind so genannte LebensMittelPunkte. Diese sollen in den einzelnen Kiezen aktiv werden, mit der gemeinsamen Beschaffung, Lagerung und Verteilung regionaler oder geretteter Lebensmittel und der gemeinsamen Verarbeitung in (Kiez-)Küchen. Ich habe mich für einen LebensMittelPunkt in Friedrichshagen eingesetzt, aber leider ist daraus bisher nichts geworden.
Ich habe gelernt, dass Vernetzung und Austausch auch bei diesem Thema sehr wichtig sind. Deshalb habe ich vor Kurzem an der Veranstaltung „Trialog Ernährung“ der Berlin University Alliance teilgenommen. Dabei ist mir klar geworden, dass gesunde Ernährung auch mit sozialen Fragen zusammenhängt. Ich will nicht, dass sich ein gesunder Lebensstil zu einer Statusfrage entwickelt, über die Menschen sich sozial voneinander abgrenzen. Gesunde Ernährung darf nicht am Geldbeutel scheitern.“

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