Mann zeigt auf einen Bildschirm

8 Seiten Sternenzeit: So sieht die Druckvorstufe aus

Lesedauer: 5 Minuten

Wie entsteht die Zeitung Sternenzeit?

Eine Exkursion in den Wedding

Texte und Fotos für die Sternenzeit – der Zeitung für freiwilliges Engagement in unserem Bezirk – entstehen in Treptow-Köpenick. Aber wo wird eigentlich das Layout gemacht, wo wird die Zeitung gedruckt? Um das herauszufinden, machte sich das ehrenamtliche Redaktionsteam am 31. Januar 2024 auf den Weg in den Wedding. Mit dabei war unsere Schülerpraktikantin Lenia (14). Hier ihr Bericht.

Mit sechs Personen, die sich ehrenamtlich für die Sternenzeit betätigen, bin ich in die Medienabteilung und die Druckerei von der USE gefahren. Die USE, das ist die Union Sozialer Einrichtungen gGmbH, ein inklusiver Betrieb, wo Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten.

Als wir uns um 9:40 Uhr alle am Ostkreuz getroffen hatten, mussten wir noch 10 Minuten auf unsere S-Bahn warten, dann ging’s weiter bis zur Bornholmer Straße und dann zu Fuß in die Koloniestraße. Dort hat uns Ines Kersting empfangen. Sie ist angestellte Grafikdesignerin bei der USE und macht mit ihrem Team das Layout für die Sternenzeit. Wir wurden sehr herzlich willkommen geheißen und haben uns erstmal alle vorgestellt.

 Zeitungsraster und Siebdruck-Beutel

Uns wurde als erstes am Rechner gezeigt, aus welchem Raster die Sternzeit besteht und wie man die Bilder zusammenschneidet. Es war sehr spannend zu sehen, dass man nicht einfach irgendwie die Zeitung zusammenstellen kann. Es gibt ein strenges Raster wie das gemacht werden muss. Es war toll, auch die Bereiche zu sehen, die nichts mit der Sternenzeit zu tun haben. Wie die Beschäftigten auch in ihrer Arbeit aufgehen und sich eigene Projekte ausdenken. Wie zum Beispiel eigene Video-Games oder ein Halloween-Memory.

Die Reise geht weiter zum Siebdruck. Wie wird der Sternenfischer-Beutel gedruckt? Man muss den Stoff als erstes auf einen Träger spannen und dann muss man jede einzelne Farbe auf den Beutel drucken und so setzen sich alle Farben zusammen und der Beutel bekommt das Sternenfischer-Motiv mit dem Fisch und dem Bären. Danach hatten wir uns nochmal mit Ines Kersting im Büro getroffen und noch ein paar Minuten unterhalten, über die Beschäftigten, über die Arbeit generell dort, und Ines Kersting hat noch kurz von ihrer Arbeit was erzählt.

 Digitaldruck und Falt-Techniken

Die nächste Station war der Digitaldruck. Den hat uns Malte Rosenträger am Standort in der Genter Straße erklärt. Es gab eine alte Druckmaschine und eine neue Druckmaschine. Man hat sehr gut den Unterschied zwischen der beiden Maschine gesehen, die eine war viel größer als die andere Maschine. Ich fand es krass, dass bei der einen (der alten) erstmal 100 bis 200 Vordrucke gemacht werden müssen, bis das Produkt die Qualität bekommt, die die Zeitung auch haben soll. Bei der neuen Maschine hat der erste Druck genau dieselbe Qualität wie der 1.500ste Druck. Was schon sehr erstaunlich ist, da es so viele Drucke sind, aber der Zeitungsdruck verliert 0% an Qualität. In einem anderen Gebäude kamen wir der Station wo die Flyer und die Zeitungen gefaltet, geschnitten und zusammen getackert werden. Es gab eine besondere Maschine, wo man einstellen konnte, wie Flyer gefaltet werden sollen und die konnte so viele verschiedene Falt-Techniken. Sobald man etwas bei einer Maschine eingestellt hat, läuft alles vollautomatisch. Wie von Zauberhand. Man legt die einzelnen Zeitungblätter hinein und die Zeitung kommt fertig wieder heraus, zurechtgeschnitten und fertig zusammengetackert.

Es war sehr schön zu sehen wie sowas hergestellt wird und nicht immer nur das fertige Produkt in der Hand hat und nicht weiß, wie sowas eigentlich hergestellt wird. Wie man die einzelne Reise von einem Produkt anschauen könnte bis es fertig ist und wie viel Aufwand dahinter steckt.

Jetzt weiß ich, dass ein Artikel in der Zeitung nicht nur ein Gedanke ist, der sofort schnell umgesetzt werden kann, sondern dass viel Arbeit dahinter steckt.

Text: Lenia Fischer

Fotos: Thomas Benz

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