Reginald_Gramatte

April 2018

„Ich fühle mich gebraucht und wertgeschätzt.”

Reginald Gramatté (71) – Ehrenamtlicher Fotograf, Freiwilligenzentrum STERNENFISCHER; Sozialkommission Schmöckwitz

„Dass ich ehrenamtlich tätig bin, habe ich meiner Tochter zu verdanken. Als ich 2013 in den Ruhestand ging, sagte sie: „Du kannst doch nicht zu Hause sitzen, den ganzen Tag Fernsehen gucken und nichts machen! Du musst dir ein Ehrenamt suchen.“ Sie wusste auch, wie man das findet. Eine ihrer Freundinnen arbeitet bei den STERNENFISCHERN, und so hatte ich gleich einen Beratungstermin. Und ein Ehrenamt. Die STERNENZEIT, die Publikation der STERNENFISCHER, suchte einen Fotografen. Das war ein Glücksfall für mich. Ich habe jahrzehntelang als Produktionsleiter beim Fernsehen gearbeitet und schon immer gern fotografiert und gefilmt. Für mein Ehrenamt habe ich meine Fotoausrüstung vervollständigt und modernisiert. Über die STERNENFISCHER, konnte ich an einer Schulung in Porträtfotografie teilnehmen. Schließlich will ich gute Fotos abliefern, sowohl technisch als auch künstlerisch. Wie viele Fotos ich für die STERNENFISCHER inzwischen gemacht habe, weiß ich nicht. Außer für die STERNENZEIT fotografiere ich auch noch bei vielen Veranstaltungen wie den Freiwilligentagen, dem Marktplatz, bei Festen und Konzerten. Und auch die meisten STERNE des Monats hatte ich vor der Kamera. Dabei habe ich schon so viele interessante Menschen kennengelernt und erlebt, mit wie viel Herzblut und Engagement sie ehrenamtlich arbeiten. Und natürlich erlebe ich da auch die ganze Bandbreite ehrenamtlicher Tätigkeiten. Ich bin überzeugt: Wenn jemand sich ehrenamtlich engagieren will, findet er auch was. Da ist für jeden was dabei. Seit Anfang 2018 habe ich noch ein zweites Ehrenamt. Das Sozialamt hatte mich gefragt, ob ich gelegentlich Fotos machen könnte, wenn Mitglieder der Sozialkommission den Jubilaren die Geburtstagsglückwünsche des Bürgermeisters überbringen. Seitdem bin ich Mitglied der Soko 17, der Sozialkommission in Schmöckwitz. Etwa zweimal in der Woche besuche ich Jubilare, bringe Blumen oder auch mal eine Flasche Wein. Meine Ehrenämter machen mir viel Freude und halten mich fit, auch geistig. Und ich fühle mich gebraucht und wertgeschätzt.“

Text: STERNENFISCHER/Claudia Berlin
Foto: STERNENFISCHER/Reginald Gramatté

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